Sonntag, den 24. Januar 2016 - 1. Korinther 9, 24-27
Pfarrerin Kratzert

Lesung des Predigttextes

Liebe Gemeinde,

heute könnte ich schnell fertig sein. Und ihnen das hier erzählen:

Paulus jagt den Himmelspreis. Paulus will als vorbildlicher Apostel in der Verkündigung gelten. Vorbildlich im Leben und im Laufen. Wie ein antiker Athlet scheut er kein Opfer. Er übt. Er trainiert. Er verzichtet. Gesundes Essen. Genug Schlaf. Enthaltsamkeit. Zum Verkündigen gehört Opfersinn und Selbstzucht. Der ganze Mensch, nicht nur der Mund, soll im Dienste Jesu stehen. Der Körper muss geradezu sklavisch unterjocht und gezähmt werden: „Ich bezwinge meinen Leib und zähme ihn.“ Schreibt er. Eigentlich ist das, was Paulus schreibt, aber noch viel drastischer, als das, was Martin Luther übersetzt hat. Eigentlich steht da: Ich versklave meinen Körper und quäle ihn, als würde ich mir selbst ein blaues Auge hauen. So richtig schön masochistisch zeigt sich Paulus hier.


 




Sonntag, den 12. Juni - 1. Timotheus 12-17
Pfarrerin Kratzert

Predigt über 1. Tim 12-17

Gnade sei mit euch, und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen

 

Panta rhei. Alles fließt.

Es war der vorsokratische Philosoph Heraklit, der sein Bild vom Leben in diese zwei Worte fasste. Panta rhei. Alles fließt. „Wer in denselben Fluss steigt, dem fließt anderes und wieder anderes Wasser zu“ notierte er in seiner Lehre vom Sein.

Heraklit, Philosoph im antiken Ephesus im 5. Jahrhundert vor Christus, war überzeugt: Das Grundprinzip der Welt liegt nicht im Sein, sondern im Werden. Alle Stabilität der Welt ist nur scheinbar, nur oberflächlich stabil. Denn in einem durchgehenden Fließen ist alles Sein dadurch gekennzeichnet, dass es sich verändert. Dass es strebt, nach vorn, nach hinten, jedenfalls immer in Bewegung. Selbst der scheinbare Stillstand ist eine Bewegung: „Wer in denselben Fluss steigt, (und ich füge hinzu: Wer an derselben Stelle in denselben Fluss steigt), dem fließt anderes und wieder anderes Wasser zu.“ Es gibt kein Bleiben. Es gibt kein Halten. Es gibt kein Sein und kein Haben.

Es gibt nur ein Werden.

 








 





 

 

 




Sonntag, den 3. Juli - 6. Sonntag nach Trinitatis in Stupferich
Pfarrerin Kratzert

Predigt über Röm 6, 3-8, am 6. Sonntag nach Trinitatis, 3.7.2016, evangelische Kirche Stupferich, Anne Helene Kratzert

 

Liebe Gemeinde,

Taufgespräche gehören zu meinem Alltag. Und in diesen Taufgesprächen stelle ich immer die eine Frage:

„Warum lassen sie ihr Kind taufen?“ Ich frage das nicht als allererstes und so total frontal. Aber irgendwann kommt diese Frage nach dem Warum.

Manche Eltern reagieren überrascht. Gar nicht, weil sie keine Antwort wüssten. Sondern eher, weil sie es nicht gewohnt sind, über ihren Glauben zu sprechen. Also suchen sie erst nach Gedanken und dann nach Worten.

„Weil es dazugehört. Das macht man halt so.“ Antworten die einen. Find ich in Ordnung. Auch guten Konventionen folgen hat seine Berechtigung.

Andere sagen: „Weil unser Kind dann Teil einer Gemeinschaft wird.“

Manche weisen auf den Wertekanon hin, den das Christentum verbürgt. Auf die ethisch-moralische Kraft, auf das Verbindende und Zusammenhaltende, das ein gemeinsamer Glaube für eine Gesellschaft hat. Wieder andere bringen den Segen ins Spiel: „Es war eine schwere Geburt und wir wissen, an welch seidenem Faden das Leben hängen kann. Unser Kind soll allen Gefahren des Lebens behütet begegnen können.“ Auch so antworten manche.

 

„Und? Warum lassen Sie ihr Kind taufen?“ Frage ich die Eltern.

„Ach wissen Sie, da halten wir uns an den Apostel Paulus: Wir wollen, dass unser Kind mit Christus stirbt und dass es mit Christus wieder aufersteht, frei von Sünde.“

So hat allerdings noch niemand geantwortet, wenn ich meine Frage gestellt habe.

 

 


 

 

 




Sonntag, den 10. Juli 2016 - 7. Sonntag nach Trinitatis, Palmbach
Pfarrerin Kratzert

Predigt über Apg 2, 41a.42-47, 7. Sonntag nach Trinitatis, Waldenserkirche Palmbach, Anne Helene Kratzert

 

Der Evangelist Lukas schreibt in der Apostelgeschichte im 2. Kapitel über das Leben in der christlichen Urgemeinde in Jerusalem. Es ist der Predigttext für den heutigen Sonntag. Ich lese die Verse 41-47.

 

Lesung Predigttext

 

Gebet: Herr, wir bitten dich: Gib uns ein Herz für Dein Wort und dein Wort für unser Herz.

Amen




 




Sonntag, den 23. Oktober 2016 - 22. Sonntag nach Trinitatis
Pfarrerin Kratzert

Predigt über Phil 1, 3-11

 

Lesung Predigttext

Kanzelgebet: Herr wir bitten dich: Gib uns dein Wort für unser Herz und ein Herz für dein Wort.

Amen

 

„…die ihr mit mir an der Gnade teilhabt…“

 





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