Regio-Ältestentag am 18. Juli 2015
Gemeinsames Treffen der Ältestenkreise der Gemeinden in der Bergregion

Im Frühjahr hat die Stadtsynode die Bildung von Kooperationsregionen beschlossen. 
Die Gemeinden Grünwettersbach, Wolfartsweier, Palmbach-Stupferich und Hohenwettersbach-Bergwald bilden dabei gemeinsam die Kooperationsregion „Bergregion“.
Hintergrund dieses Beschlusses ist der Gedanke, dass sich die evangelische Kirche in den kommenden Jahren verschiedenen Herausforderungen wie beispielsweise knapper werdender Ressourcen und demographischem Wandel stellen muss und zumindest manche Aspekte besser in größeren Zusammenhängen lösbar scheinen als in kleinteiligeren Strukturen wie den Pfarrgemeinden.
Bereits seit einiger Zeit beschäftigen sich die Ältestenkreise unserer Gemeinde mit der Frage, wie eine solche Kooperation gestaltet werden könnte.

Ein ganz wichtiger Aspekt dabei war und ist es, nicht nur von Problemen auszugehen, die eine engere Zusammenarbeit nahelegen, sondern auch den Mehrwert regionaler Zusammenarbeit zu sehen und gleichzeitig die Stärken und Besonderheiten der einzelnen Gemeinden nicht aus dem Blick zu verlieren oder aufzugeben.

Am 18. Juli trafen sich darum die Ältesten unserer Gemeinden, sowie die PfarrerInnen und Diakoninnen im ökumenischen Gemeindezentrum Bergwald, um den Kooperationsprozess weiter auf den Weg zu bringen. 

Leitend waren dabei folgende Fragen:
  • in welchen Bereichen wollen und können wir unsere Zusammenarbeit intensivieren?
  • wo können wir als Einzelgemeinden voneinander profitieren?
  • wie kann es gelingen, regionale Zusammenarbeit und eigenständiges Gemeindeleben in jeder einzelnen Gemeinde in ein gutes Gleichgewicht zu bringen?
Zu Beginn des Treffens führte Herr Tröger-Methling vom Rechtsreferat des Evangelischen Oberkirchenrats in einem Vortrag in die rechtlichen Grundlagen einer regionalen Zusammenarbeit sowie die sich daraus ergebenden Fragestellungen und Aufgaben ein. 

In einer sich anschließenden Kleingruppenphase stand die Frage im 
Mittelpunkt: Welche Aufgaben und Themen sehen wir auch weiterhin auf 
der Ebene der Ortsgemeinden angesiedelt (z.B. Besuchsdienst vor Ort), welche Themen können wir gemeinsam besser lösen (ein genanntes Beispiel war die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit in Form der Homepage oder eines teilweise regional gestalteten Gemeindebriefs) und welche Themen haben beide Aspekte (z.B. die Jugendarbeit, wo sich Angebote vor Ort und regionale Angebote wie die Jugendgruppe oder die Jugendfreizeit ergänzen)?

Schließlich beschäftigten sich die Ältesten in Workshopgruppen mit konkreten Aspekten, die sich aus einer engeren Zusammenarbeit ergeben, beispielsweise die Frage nach den Strukturen der Kooperationsregion oder Ideen für die inhaltliche Zusammenarbeit.
Am Ende des Treffens stand die Erkenntnis, dass ein enger Austausch der Gemeinden untereinander ganz wichtig ist für das Gelingen einer engeren Zusammenarbeit. Befürchtungen und Ängste können dadurch benannt und gegebenenfalls ausgeräumt werden, Gutes kann geteilt und weitergegeben und neue Ideen können gemeinsam umgesetzt werden.
Die Ergebnisse des Treffens werden nun in den kommenden Wochen und Monaten in den Ältestenkreisen beraten werden. In den Gemeindeversammlungen der einzelnen Gemeinden werden diese Ergebnisse vorgestellt und im Gespräch und Austausch mit Ihnen, den Gemeindegliedern vor Ort, beraten und ergänzt.

Und wir hoffen, dass dann auch für die Gemeinden das gilt, was am Ende des gemeinsamen Ältestentreffens stand: Das gute Gefühl, gemeinsam als starke Partner Kirche zu gestalten, daneben gleichzeitig auch die Stärke und den „Reichtum“ der einzelnen Pfarrgemeinden mit ihrem Gemeindeleben wahrzunehmen und zu erhalten.

Pfarrerin Stefanie Heinlein, Wolfartsweier


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